Spritzwütige Bauern

Hunderte Videos von unsachgemäßer Pestizidausbringung: die schockierende Geschichte des Kräuterschlössel im Unteren Vinschgau. Biolandwirtschaft ist hier nur noch mit aufwendigen Schutzmaßnahmen möglich.

Und bald wird es in Mals ganz genauso aussehen, wenn es nach Landesregierung und (Obst-)Bauernbund geht. Denn sie wollen reden, reden und immer nur reden. Während weiterhin Obstanlagen in Mals aus dem Boden schießen, ignorieren diese beiden kalt lächelnd die Anliegen der Bevölkerung (und des Tourismus).

Die Straße, die es nicht gab …

Die Via Claudia Augusta ist eine alte Römerstraße, die von Venedig über die Alpen bis nach Augsburg führt. Seit 2000 Jahren findet hier ein reger Austausch statt. Der Süden gelangt in den Norden, der Norden in den Süden.

Gianni Bodini, Fotograf aus dem Vinschgau, beschäftigt sich intensiv mit den Landschaften entlang der Straße. Er zeigt uns jenen Teil des Weges, der durch Südtirol führt, vom Reschenpass bis zur Salurner Klause.
Und in gewisser Hinischt ist Gianni Bodini selbst ein Produkt jener Straße. Er wuchs in verschiedenen Orten Italiens auf und beschloss vor rund 30 Jahren sich in Südtirol niederzulassen. Im Vinschgau kennt ihn heute jeder. Ihn und seine Bilder. Und natürlich seine unnachahmliche Art zu sprechen, seinen charmanten Vinschger Dialekt.

Der Mann, der Museen nicht leiden konnte

Wer kennt das nicht? Es geschieht in der Schule. Es geschieht im Museum. Es geschieht überall dort wo Wissen vermittelt wird. Man bekommt oft sehr viele Antworten serviert, ohne dass man danach gefragt hat. Wäre es nicht besser zunächst Neugierde zu wecken? Paul Rösch, Direktor des Touriseums in Meran, ist genau dieser Ansicht. Und er setzt sich seit Jahren dafür ein, diese Philosophie in der Praxis umzusetzen. Mit Humor, Dramaturgie und Poesie soll im Touriseum Neugier geweckt werden. Diese Ankündigung weckt Neugier, oder?

Jesus, I’m so happily sad

Rainer Schölzhorn ist Buchhändler in Meran und gleichzeitig Schlossherr auf Schloss Pienzenau. Und diese beiden Orte sind enger miteinander verbunden, als es zunächst den Anschein hat. Denn Rainer Schölzhorn betreibt Kulturpolitik aus Leidenschaft. Und so kommt es, dass auf Schloss Pienzenau Dinge möglich sind, die andernorts nicht stattfinden könnten. Schloss Pienzenau ist ein Ort an dem Träume verwirklicht werden.

Unabhängig davon gibt es jedoch auch eine Realität, der sich Rainer Schölzhorn nun stellen muss: die Realität einer globalen Wirtschaftskrise, die auch der Buchändler und Schlossherr nun durchstehen muss. Ganz am Ende verrät uns Rainer Schölzhorn daher, was es mit dem seltsamen Satz auf sich hat: Jesus, I’m so happily sad.